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Bodenseezulassung - BSO II - BODENSEE SCHIFFFAHRTSORDNUNG

 

Bodenseezulassung

 

BODENSEE SCHIFFFAHRTSORDNUNG / BSO II

(Gesetzliche Grundlage / BodenseeSchO)

 

 

 

Bodenseezulassung / Bodenseeumrüstung / Zulassungsvoraussetzung:

Die Zulassung ist beim Landratsamt zu beantragen. Boote ab dem Baujahr 1998 fallen unter die

Vorschriften der Europäischen Sportbootrichtlinien.

Für die Zulassung muss das Eignerhandbuch in deutscher Sprache sowie die CE-Konformitäts-erklärung des Bootes vorgelegt werden. Bei der Zulassung wird die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO) uneingeschränkt angewandt.

 

Ottomotoren bis einschließlich 74 kW Leistung (100 PS) müssen für die Neuzulassung oder den Ersatz entweder die Grenzwerte gemäß BSO Stufe 1, BSO Stufe 2 oder der EU-Sportbootrichtlinie für 4-Takt-Motoren erfüllen. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage eines Abgastypenprüfzertifikates (Motoren BSO Stufe 1 oder 2) oder einer CE-Konformitätserklärung.

Ottomotoren mit einer Leistung über 74 kW (100 PS) und Dieselmotoren müssen für die Zulassung die Grenzwerte gemäß BSO Stufe 2 erfüllen. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage eines Abgastypenprüfzertifikats.

 

Die Zulassung wird erteilt, wenn das Fahrzeug nach dem Ergebnis einer amtlichen Untersuchung den Vorschriften entspricht. Die Behörde bestimmt dann Zeit und Ort der Untersuchung. Der Antragsteller hat das zu untersuchende Fahrzeug an dem bestimmten Ort

vorzuführen und die zur Untersuchung erforderliche Hilfe zu leisten. Das Schiff muss in allen Teilen zugänglich sein, auf Verlangen ist eine Probefahrt zu machen.

Die Untersuchung erstreckt sich auf die Tauglichkeit, Betriebssicherheit und Ausrüstung des gesamten Fahrzeugs Das Boot muss zur Abnahme im Wasser liegen. Elektrische Anlagen und Flüssigkeitsanlagen müssen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Batterien sind seefest zu befestigen und mit einer Abdeckung zu versehen. Bewegliche Kraftstoffbehälter sind seefest zu befestigen. Fahrzeuge mit Wohn-, Schlaf-, Koch- und sanitären Einrichtungen müssen mit Behältern zur Aufnahme von Fäkalien, Abwässern und Abfällen ausgerüstet sein. Abwässer und Abfälle dürfen nicht in den See gelangen.

 

Unter Innenbordmotoren muss eine geeignete Auffangwanne sein, deren Volumen der im Motor enthaltenen Ölmenge entspricht. Der Schallpegel von Fahrzeugen mit Maschinenantrieb darf in

25 m seitlichem Abstand 72 dB (A) nicht übersteigen.

 

 

 

Registrierung:

Registriert werden müssen alle motorgetriebenen Boote, Segelboote ohne Motor und Ruderboote, die länger als 2,5 m sind. Bei der Registrierung des Bootes wird gleichzeitig die Bootsausweiskarte erteilt. Rennruderboote und Paddelboote sind von der Registrierungspflicht ausgenommen.

 

 

 

Kennzeichnung:

Alle zugelassenen und registrierten Wasserfahrzeuge müssen mit einem von der Behörde zugeteilten Kennzeichen versehen sein, das auf beiden Seiten des Fahrzeuges an gut sichtbarer

Stelle anzubringen ist. Die Kennzeichen müssen in gut lesbaren lateinischen Schriftzeichen und

arabischen Ziffern mindestens 8 cm hoch, hell auf dunklem Grund oder dunkel auf hellem Grund

sein. Amtliche Kennzeichen, die von den zuständigen Behörden anderer Wasserstraßen im Bereich

der Bodenseeuferstaaten erteilt wurden, werden anerkannt. Die Fahrzeuge erhalten kein besonderes Bodenseekennzeichen.

Die Anerkennung entbindet nicht von der Untersuchung und Zulassungspflicht auf dem Bodensee.

Bei der Vorführung des Bootes muss die amtliche Zulassung vorgelegt werden.

Für zulassungspflichtige Boote wird das amtliche Kennzeichen bei der Zulassung erteilt.

 

 

 

Sicherheitsausrüstung Boot:

Ein Paddel, besser zwei Paddel oder Ruder, bei Schiffen über 2, 5 Tonnen Gesamtgewicht oder

einem Freibord von mehr als einem Meter kann darauf verzichtet werden.

Ein Bootshaken, auch bei kleinen Booten und Schlauchbooten (ausziehbar).

Ein Kompass, kann bei kleinen Booten auch ein Taschenkompass sein.

Ein Mundsignalhorn (kein Presslufthorn).

Für jede an Bord befindliche Person eine ohnmachtssichere Rettungsweste mit einem Auftrieb von mindestens 100 N (Feststoffweste oder Automatikweste mit Kragen, keine halbautomatische Weste). Wasserskiwesten und Schwimmhilfen, die den im Wasser Treibenden nicht sicher über Wasser halten, sollten Sie im eigenen Interesse nicht verwenden. Empfehlung: Rettungswesten nach EN ISO 12402-4 oder höherwertig.

Zusätzlich ein Rettungsring oder -kragen, welcher mit einer mindestens 10 m langen

schwimmfähigen Wurfleine versehen sein muss, ebenfalls mit einem Auftrieb von 100 N.

Bei Vergnügungsfahrzeugen von weniger als 30 kW (40 PS) Maschinenleistung und bei Segelbooten ohne festen Ballast ist dies jedoch nicht zwingend notwendig, jedoch empfehlenswert.

Bitte diese Wurfleine aus Sicherheitsgründen nicht am Boot befestigen.

Eine Mindestausrüstung an Werkzeug, die der Bootsgröße angepasst sein soll.

Ein Verbandskasten

Einen Anker mit Leine, das Gewicht muss der Schiffsgröße angepasst sein.

Eine rote Flagge (Notsignal), mindestens 60 x 60 cm Kantenlänge (Flagge darf keine Zacken haben, da dies der Buchstabe "B" des Internationalen Flaggenverzeichnisses ist!).

Eine Notbeleuchtung, als rundumleuchtendes Licht, welches eine Sichtweite von ca. 2 km hat. Dies sind z.B. eine Petroleumleuchte oder eine batteriebetriebene Rundumleuchte, jedoch keine Taschenlampe!

Eine mechanische Lenzeinrichtung, am besten eine kräftige Handlenzpumpe, die nicht fest installiert sein muss. Fest installierte Pumpen sind aber leichter zu bedienen.

Feuerlöscher, für alle Schiffe mit Einbaumotoren, deren Leistung 4,4 kW (6PS) übersteigt oder bei Koch- bzw. Heizeinrichtung. Boote mit Außenbordmotoren deren Leistung 7,4 kW (10PS) übersteigt, müssen ebenfalls einen Feuerlöscher mitführen. Die Feuerlöscher müssen eine

Mindestfüllgewicht von 2 kg haben. Die Anzahl der Feuerlöscher richtet sich nach dem Kraftstofftankinhalt: pro 100 Liter (möglichen) Kraftstofftankinhalt ist 2 kg Löschmedium

notwendig. Der Feuerlöscher muss typengeprüft und in regelmäßigen Abständen von zwei

Jahren kontrolliert werden (siehe Prüfplakette) und für die entsprechende Brandgefahr an Bord

geeignet sein. Als zusätzliches Gerät für Koch- und Heizeinrichtungen kann auch eine Löschdecke anerkannt werden.

 

 

 

Bodenseeschifferpatent:

Dieses Patent ist amtlich vorgeschrieben bei Booten mit Maschinenantrieb über 4,4 kW (6 PS)

sowie bei Segelbooten mit mehr als 12 qm Segelfläche.

Das Bodenseeschifferpatent kann bei den Bodenseeschifffahrtsbehörden nach Absolvierung einer schriftlichen und praktischen Prüfung erworben werden. Es ist in vier Kategorien eingeteilt:

Kategorie A - Fahrzeuge mit Maschinenantrieb, sofern sie nicht unter die Kategorie B und C (Berufsschifferpatente) fallen Kategorie D - für Segelfahrzeuge. Für Segelfahrzeuge mit Motor von mehr als 4,4 kW sind beide Patente erforderlich.

Für den Erwerb der Kategorie A ist ein Mindestalter von 18 Jahren und für die Kategorie D von 14 Jahren festgelegt.

Antragsformulare, Voraussetzungsbedingungen zur Zulassung zur Prüfung wie auch Prüfungstermine erhalten Sie auf Anfrage von der zuständigen Behörde.

Für die Strecke zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen ist eine getrennte theoretische und praktische Prüfung abzulegen.

 

 

 

Urlaubs-Schifferpatent:

Auf Antrag bei einem der zuständigen Landratsämter erhalten Sie einmal im Jahr ein "Urlaubs-Schifferpatent", sofern Sie im Besitz eines der nachfolgenden Führerscheine sind:

- amtl. Sportbootführerschein See

- amtl. Sportbootführerschein Binnen

- Motorbootführerschein (A-Binnen)

- Rhein- und Binnenschifferpatent

- Sportküstenschifferschein, Sportseeschiffer- und Sporthochseeschifferzeugnis bzw. -schein sowie andere Patente der Berufsschifffahrt

Das Urlaubspatent ist befristet auf vier zusammenhängende Wochen im Jahr und muss jährlich neu beantragt werden. Ein Splitten der vier Wochen über das ganze Jahr ist nicht möglich.

Inhaber der oben genannten Scheine können nach einer bestandenen theoretischen Ergänzungsprüfung das Schifferpatent A und D erwerben. Im Rahmen dieser Zusatzprüfung entfällt eine praktische Motor- und Segelprüfung, wenn die Praxis in einer anderen anerkannten Prüfung nachgewiesen werden kann.

 

 

 

Kennzeichnungspflicht:

Kennzeichnungspflicht besteht für jedes Boot einschließlich der Segelsurfbretter. Ausgenommen sind Fahrzeuge ohne Maschinenantrieb von weniger als 2,50 m Länge. Das Kennzeichen wird von der Zulassungsbehörde erteilt, sofern Sie Ihr Fahrzeug nicht bereits in einem Anrainerstaat registriert haben und das zugeteilte Kennzeichen auch führen. Das erteilte, amtliche Kennzeichen ist an beiden Seiten mit einer Mindestgröße von 8 cm Höhe und in Kontrastfarbe anzubringen.

Segelsurfbretter müssen Namen und Adresse des Eigentümers tragen.

 

 

 

Verkehrsvorschriften:

Es gilt die Bodenseeschifffahrtsordnung, welche nicht nur an Bord mitzuführen, sondern auch

aufgrund ihrer von den anderen Bundeswasserstraßen-Verordnungen abweichenden Vorschriften

gelesen werden sollte. Nachfolgend nur die wichtigsten, besonderen Bestimmungen.

Die höchstzulässigen Geschwindigkeiten für Fahrt über Grund betragen:

Bodensee und Untersee 40 km/h

Alter Rhein und Seerhein 10 km/h

Hochrhein oberhalb Schaffhausen:

Bergfahrt 10 km/h, Talfahrt 20 km/h

Fahrzeuge unter Maschine dürfen Uferzonen mit einem Abstand von 300 m nur zum An- und Ablegen und auf dem kürzesten Weg mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h befahren.

Hiervon sind Fahrzeuge mit Elektromotoren bis 2 kW ausgenommen.

Naturschutz-, Schilf- und Badegebiete sowie durch sonstige Schifffahrtszeichen gesperrte Gebiete dürfen nicht befahren werden. In Naturschutzgebieten, Hinweisschild "dreieckige, grünumrandete Tafel mit schwarzem, fliegenden Adler und der Aufschrift Naturschutzgebiet", ist auch das Betreten und Festmachen grundsätzlich verboten. In Österreich und der Schweiz können die Hinweistafel gelegentlich anders gestaltet sein. Alle Wasserfahrzeuge, auch Segelboote unter Segel, sind gegenüber Fahrgastschiffen, Schleppverbänden und Fahrzeugen der Berufsfischerei ausweichpflichtig. Diese Fahrzeuge führen einen grünen Ball, resp. nachts ein grünes Rundumlicht, Berufsfischer einen weißen Ball bzw. ein weißes Rundumlicht am Netz. Gegenüber Behördenfahrzeugen besteht ebenfalls Ausweichpflicht. Die von Fahrgastschiffen regelmäßig benutzten Landestellen sind von allen Sportfahrzeugen freizuhalten.

Außerhalb von Häfen, Landestellen und anderen für die Schifffahrt zugelassenen Anlagen dürfen Fahrzeuge länger als 24 Stunden nur mit besonderer Genehmigung der zuständigen Behörde stilliegen.

 

 

 

Lichterführung:

Die Lichterführung entspricht, mit wenigen Ausnahmen, der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung,

der Binnenschifffahrtsstraßen- und der Seestraßenordnung.

Demzufolge sind zu führen:

Topplicht weiß 225° Tragweite 2 km

Seitenlicht Stb grün 112,5 ° Tragweite 1,5 km

Seitenlicht Bb rot 112,5° Tragweite 1,5 km

Hecklicht weiß 135 ° Tragweite 2 km

Anstelle der Seitenlichter kann eine Zweifarbenlaterne am Bug geführt werden. Boote unter 4,4 kW können ein weißes Rundumlicht mit einer Tragweite von 2 km führen. Ein Segelfahrzeug unter Motor mit mehr als 4,4 kW Leistung ist hinsichtlich der Fahrbestimmungen und Lichterführung einem Motorfahrzeug gleichgesetzt.

Nur unter Segel fahrende Fahrzeuge haben entweder ein weißes, auf 2 km sichtbares Rundumlicht

im Topp, oder eine Dreifarbenlaterne zu führen. Segelfahrzeugen unter Motor über 4,4 kW ist das Führen einer Dreifarbenlaterne und einem Topplicht gestattet.

Vorrangfahrzeuge führen ein grünes Rundumlicht (grüner Ball am Tag), Behördenfahrzeuge im

Einsatz (wie auch Öl- und Feuerwehr, Rettungsdienst) ein blaues Funkellicht.

 

 

 

Bootsdokumente und Personalpapiere:

Führerscheine bzw. Patente, Zulassungsurkunde und Personalpapiere für jede an Bord befindliche

Person, sind ständig an Bord mitzuführen und auf Verlangen den Überwachungsbeamten vorzuzeigen.

 

 

 

Wasserski/Tauchen/Fischerei:

Wasserskifahren ist nur bei Tag und klarer Sicht und mit einem Uferabstand von 300 m gestattet.

An Bord muss sich eine zweite, geeignete Person zur Beobachtung von Wasserskifahrer und Schleppseil befinden. Auf dem See-Rhein ist das Wasserskifahren generell verboten.

Das Schleppen von mehr als zwei Skifahrern gleichzeitig, von Flugdrachen, Drachenfallschirmen und ähnlichem Gerät ist verboten.

Zugboot und Wasserskifahrer müssen zu anderen Fahrzeugen und Badenden einen Abstand von mindestens 50 m halten.

Das Segelsurfen ist nur auf den dafür gekennzeichneten Wasserflächen mit einem Uferabstand von

50 bzw. 60 m erlaubt. Ein Merkblatt mit den dafür erlaubten Wasserflächen erhalten Sie bei der

Wasserschutzpolizei. Grundsätzlich ist es im Umkreis von 200 m an Landestellen und Schifffahrtsstraßen der Berufsschifffahrt sowie an Häfen und Steganlagen, in gesperrten Wasser-gebieten wie an Strandbädern und Badeanstalten, im Naturschutzgebiet und Schilfzonen und ab 20 m außerhalb markierter Surf-Bojenfelder untersagt.

Segelsurfer haben die Bodenseeschifffahrtsordnung und den Sturmwarndienst wie andere

Wasserfahrzeuge zu beachten. Bei Sturmwarnung ist die Seefläche sofort zu verlassen. Sie haben

weiterhin eine Sicherheitszone von mindestens 50 m von fahrenden Schiffen einzuhalten.

Sporttauchen ist gestattet. Es muss im Tauchgebiet die Flagge "A" des internationalen Signalbuches

gesetzt werden. Fahrzeuge haben einen Mindestabstand von 50 m einzuhalten.

Die Berufsfischerei (führen die Fahrzeuge einen weißen Ball, so gilt ihnen gegenüber Ausweichpflicht) verwendet Schwebe- und Stellnetze, gekennzeichnet durch Stangen oder Korkenketten sowie Reusen und Netze, gekennzeichnet durch weiße Bojen.

Die von Sportfischern (weiße Flagge) verwendeten Hand- und Schwebeangeln können bis zu 100 m

Reichweite haben, weshalb besondere Vorsicht geboten ist. Hier besteht allerdings keine Ausweichpflicht.

 

 

 

Sicherheitsausrüstung:

Diese ist lt. einer gesetzlich festgelegten Vorschrift für Motor- und Segelfahrzeuge gleichermaßen wie folgt zu erfüllen:

Lichterführung : unter Verkehrsvorschriften erwähnt

1 Anker entsprechend des Bootsgewichtes,

1 Bootshaken,

2 Festmacherleinen,

1 Verholleine,

1 Kompass,

2 Riemen oder Paddel (bei Booten mit einem Gewicht bis 2500 kg),

Rettungsring mit Leine,

ohnmachtsichere Schwimmwesten gemäß der zugelassenen Personenzahl,

Verbandskasten,

1 Mundsignalhorn und Notflagge rot (mind. 60x60 cm),

1 Notlaterne weiß, 360°,

1 Notsteuervorrichtung für Fahrzeuge mit starrem Wellenantrieb,

1 Lenzpumpe, Leckwehrstoffe,

Werkzeuge und Ersatzteile.

Feuerlöscheinrichtungen (mind. 2 kg) für Fahrzeuge mit Innenbordmaschinen über 4,4 kW (6 PS) und Außenbordmotoren über 7,4 kW (10 PS) sowie für Fahrzeuge mit Koch- und Heizeinrichtungen (pro 100 l Kraftstoffinhalt einen 2 kg Feuerlöscher). Achtung! Halonlöscher sind nicht gestattet!

Schifffahrtskarten und Verzeichnisse der Seezeichen

Für den Besitz und die Verwendung von Seenot-Signalmitteln sind die geltenden Bedingungen einzuhalten.

 

 

 

UKW Sprechfunk:

Die Funkstellen der Wasserschutzpolizeien sind über UKW-Kanal 77 erreichbar. Es dürfen nur Nachrichten übermittelt werden, die die Sicherheit des Schiffsverkehrs, den Schutz von Personen und den Hafenbetrieb umfassen. Dies gilt gleichlautend auch für den Funkbetrieb Schiff/Schiff. Es dürfen nur zugelassene Geräte benutzt werden, und die Sendeleistung ist auf 1 Watt beschränkt.

Im Seenotfall erreichen Sie folgende Funkstellen der Wasserschutzpolizei:

Lindau Hafen, Wallhausen Hafen, Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen, wobei Friedrichshafen ständig auch unter Tel. (07541) 2893-0 in Bereitschaft steht.

 

 

Wetterberichte:

Wetterberichte und Sturmwarnungen werden täglich über die Radiosender Bayern 3 und Südwestfunk 3 ausgestrahlt. Außerdem können Sie einen Bodenseewetterbericht zum Ortstarif per Telefon abrufen. Die örtlichen Telefonbücher am Bodensee weisen diesen Postdienst aus.

 

 

Bootsversicherung:

In Deutschland und Österreich besteht keine Versicherungspflicht.

Die Schweiz schreibt eine Bootshaftpflicht in Höhe von 2 Mio Schweizer Franken für Personen- und Sachschäden vor, und zwar für alle Motor- und Segelboote ab 15 qm.

 

 

 

Sturmwarndienst:

Seit dem 1. April 2000 ist der Bodensee in drei (bisher zwei) Warnregionen unterteilt. Gleichzeitig wurde im Sinne eine Probebetriebs die Warnkriterien den verbesserten meteorologischen Erfassungsmöglichkeiten sowie den internationalen Gepflogenheiten angepasst worden und zwar:

Starkwindwarnung (früher Vorsichtsmeldung) =

Orangefarbiges Blinklicht, das pro Minute ungefähr 40-mal aufleuchtet.

Dieses macht auf die Gefahr des Aufkommens von Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 25 und 33 Knoten bzw. 6 bis 8 Windstärken nach der Beaufortskala aufmerksam.

Sturmwarnung =

Orangefarbiges Blinklicht, das pro Minute ungefähr 90-mal aufleuchtet.

Dieses kündet die Gefahr von Sturmwinden mit Geschwindigkeiten ab 34 Knoten bzw. 8 Windstärken nach der Beaufortskala an.

Beide Warnungen werden möglichst eine Stunde vor Eintreffen der ersten Böen in fraglichen Warngebiet angezeigt. Während einer Starkwindwarnung kann auf Sturmwarnung hochgewarnt werden.

Alarmierungszeiten:

1. April bis 31. Oktober     06.00 bis 22.00 Uhr

1. November bis 31. März    07.00 bis 20.00 Uhr

 

 

 

Verhaltensregeln:

Die Schiffsführer haben bei beiden Warnarten im Sinne der allgemeinen Sorgfaltspflicht alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen für Mannschaft (Rettungsgeräte) und Schiff zu treffen und nötigenfalls je nach Schiffsart und -größe eine geschützte Bucht bzw. den nächsten Hafen aufzusuchen.

 

 

 

Notsignale:

Kreisförmiges Schwenken einer roten Flagge oder eines sonstigen Gegenstandes, bei Nacht kreisförmiges Schwenken eines Lichtes.

Rote Signalrakete und/oder rote Leuchtsignale

 

 

 

Schallzeichen:

- - - -    Notsignal (wiederholt lange Töne)

-    Achtung; Hafenausfahrtsignal; Brückendurchfahrtssignal;         Nebelsignal Vergnügungsfahrzeuge

- -    Nebelsignal für Vorrangfahrzeuge

- - -    Hafeneinfahrt nur für Vorrangfahrzeuge, Schleppverbände und Schiffe in Not

.     ich richte meinen Kurs nach Stb

. .     ich richte meinen Kurs nach Bb

. . .     meine Maschine geht rückwärts

. . . .     ich bin manövrierunfähig

Kurzer Ton = etwa 1 Sekunde

langer Ton = etwa 4 Sekunden

Zwischen den Tönen muss jeweils eine Pause von ca. 1 Sekunde gelassen werden.

 

 

 

Zollvorschriften:

Die geltenden Vorschriften im grenzüberschreitenden Verkehr betreffend der Freigrenzen für Waren sind jeweils vor Antritt Ihrer Reise bei den zuständigen grenzpolizeilichen Dienststellen einzuholen.

Zur Erleichterung des Grenzverkehrs mit Wassersportfahrzeugen auf dem Bodensee, dem Hochrhein und Oberrhein haben die deutschen Grenzschutzämter, zuletzt mit Wirkung vom 1.4.87, folgende Grenzerlaubnis/zollrechtliche Erlaubnis erteilt:

Deutsche, französische, österreichische und schweizerische Staatsangehörige dürfen im grenzüberschreitenden Verkehr mit Wassersportfahrzeugen, die nicht der gewerbsmäßigen Perso-nen- oder Güterbeförderung dienen, am deutschen Ufer des Bodensees und dem Hochrhein (Bodensee bis Basel) auch außerhalb der zugelassenen Grenzübergangsstellen und Zolllandungs-plätzen und außerhalb der festgesetzten Verkehrsstunden an- und ablegen.

Dies gilt nicht für Angehörige anderer Staaten, die für die Einreise ein Visum benötigen, und für Wassersportfahrzeuge, die nicht aus dem zollrechtlich freien Verkehr stammen, für Winterlagerung im Zollausland etc.. Genaue Auskünfte erteilen die Zollämter.

Nach wie vor gilt bei Überschreitung der Zollfreigrenze, das nächste Zollamt anzulaufen und die Waren zu deklarieren.

 

 

Schifffahrtsbehörden:

Bei allen aufgeführten Dienststellen kann eine Bodenseezulassung, Abnahme der Bodenseeschiffer-Prüfung und Ausstellung eines Urlaubspatentes beantragt werden. Ebenso sind diese Dienststellen für alle Schifffahrtsangelegenheiten Ihr Ansprechpartner.

 

 

Bundesrepublik Deutschland

Landratsamt Bodenseekreis Verkehrs- und Schifffahrtsamt

Glärnischstr. 1-3

88045 Friedrichshafen

Telefon (07541) 204 - 5352 und 5351

Telefax (07541) 204 - 7352 und 7351

e-mail: schifffahrtsamt@bodenseekreis.de

 

 

Landratsamt Lindau

Bregenzer Str. 35

88131 Lindau

Telefon (08382) 270 -238 + 239

Telefax (08382) 270 -115

 

Landratsamt Konstanz Schifffahrtsamt

Reichenaustr. 37

78467 Konstanz

Telefon (07531) 800 - 1982 + 1987

Telefax (07531) 800 - 1999

 

 

 

Österreich

Bezirkshauptmannschaft Bregenz

Seestraße 1

A 6901 Bregenz

Telefon (05574) 4951 - 52052

 

 

Schweiz

Schifffahrtskontrolle des Kantons Schaffhausen

Rosengasse 8

CH 8200 Schaffhausen

Telefon (052) 632602

 

Straßenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen

Abteilung Schifffahrt

CH 9400 Rorschach

Telefon (071) 8466070

 

Schifffahrtskontrolle des Kantons Thurgau

Bleichestraße 42 / Postfach 660

CH 8280 Kreuzlingen

Telefon (071) 2214949

 

 

Wasserschutzpolizei

Deutscher Teil

Wasserschutzpolizei

Seestraße 7

88045 Friedrichshafen,

Telefon (07541) 2893 - 0

Telefax (07541) 2893 - 110 (erreichbar 24 Stunden)

 

 

Wasserschutzpolizei

Obere Seestraße 2/1

88085 Langenargen

Telefon (07543) 9316 - 0

Telefax (07543) 9316 - 21 (erreichbar bis 18.00 Uhr)

 

 

Wasserschutzpolizei

Stromeyerdorfstr. 7

78467 Konstanz

Telefon (07531) 5902 - 0

Telefax (07531) 57434

 

 

Wasserschutzpolizei

Seepromenade 23

88662 Überlingen

Telefon (07551) 94959 - 0

Telefax (07551) 94959 - 210

 

 

Wasserschutzpolizei

An der Schifflslände 3

78479 Insel Reichenau

Telefon (07534) 97190

Telefax (07534) 97191

 

 

Wasserschutzpolizei

Ludwig-Kick-Str. 20

88131 Lindau

Telefon (08382) 910 - 0

Telefax (08382) 910 - 140

 

 

Schweizer Teil

Kantonale Seepolizei Kreuzlingen

Bleichestr. 42

CH 280 Kreuzlingen

Telefon +41 (071) 2214900

 

 

Kantonale Seepolizei Romanshorn

CH 8590 Romanshorn

Telefon +41 (071) 4631644

 

 

Kantonale Seepolizei Steckborn

CH 8266 Steckborn

Telefon +41 (052) 7611524

 

 

Kantonale Polizei Schaffhausen

CH 8201 Schaffhausen

Telefon +41 (053) 242424

Seepolizeistützpunkt

CH 8253 Diessenhofen

Telefon +41 (052) 6572766

 

 

Polizeikommando Thurgau

Zürcherstr. 325

CH 8500 Frauenfeld

Telefon +41 (054) 7282828

 

 

Kantonale Polizei St. Gallen

Klosterhof 12

CH 9001 St. Gallen

Telefon +41 (071) 231151

 

 

Österreicher Teil

Polizeiinspektion Hard

Seedienst

Hafenstraße 15

A 6971 Hard

Telefon +43 (059133) 8134-100

 

Quelle: Deutscher Motoryachtverband e.V. (www.dmyv.de)

Anmerkung bodenseenautic busse gmbh:

Dieser Auszug wurde aufgrund aller öffentlich zur Verfügung stehenden Informationen des DMYV von uns erstellt. Trotz sorgfältigster Bearbeitung kann eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben nicht übernommen werden.